„erotische eroperungen“
oder: 400 Jahre Sex in der Oper
Schicht für Schicht reißt
sich Katharina Herb die Kleider vom Leib und entblößt dabei Stück
für Stück ihre Seele. Sie schockiert als fleischfarbene Sexpuppe,
peitscht als latexschwarze Domina und glänzt mit ihrem allerbesten Stück:
ihrer Stimme!
Die Wahlmünchnerin mit dem lupenreinen Mezzosopran ist eindeutig zweideutig.
Sie jagt von einem Höhepunkt zum nächsten, macht den „Schweinkram“
zwischen den Tönen berühmter Arien frisch, frech und frivol transparent,
ohne jemals peinlich oder banal zu wirken.
Mal ist Katharina Herb Stierkämpfer - Macho, mal schillernde Diva, mal
lüsternes Luder, mal geht ihr kurz vor dem Höhepunkt die Luft aus,
sie nimmt mühelos alle Hürden, die die Hitparade der größten
Arien zu bieten hat.
Raffiniert wickelt die 35-jährige ihr Publikum um den kleinen Finger
– wer könnte dieser Frau widerstehen, die schamlos charmant verbindet,
was nicht zusammen gehören darf?
So kommt’s, dass Opern- und Erotikliebhaber gleichermaßen auf
ihre Kosten kommen. Wer hätte geahnt, dass Xerxes Astlöcher sexy
fand, Samson auf Hiebe, statt auf Liebe stand und die Königin der Nacht
keine Lust mehr auf Salatgurke mit Kondom hatte und deshalb sexuell frustriert
auf Rache sann?
Die gebürtige Heidelbergerin nimmt sich ganz und gar ungeheuerlich alle
Freiheiten, Stimm- und Stimmungslagen zu interpretieren, wie es ihr gefällt.
Sie singt Arien, wie ihr der Schnabel gewachsen ist!
Das führt zu der Bilanz, dass Oper mit einer meisterhaften Akteurin richtig
sexy, mit Katharina Herb herrlich derb sein kann und zum Feuerwerk der Emotionen
wird.
Auszüge aus "Tief drinnen keine
Lust auf Gurken" von Vera Müller (Koblenzer Rhein-Zeitung)
Buch: Edda Schnittgard, Berlin (www.schniddie.de) (www.queenbee.de)
Regie: Michaela Jacobi, München
Gesang, Musikproduktion: Katharina Herb
Kostüm: Zarrakostüm, Berlin (www.zarrakostuem.de)
Fotos: S. Mairiedl, München (www.sierotik.de)
Plakat: S.Mairiedl, München (www.sierotik.de)
Orgien in Arien
... und andere klassische Höhepunkte!
Opernkabarettistin Katharina Herb mit ihren zweiten Programm
Was kündigt sich an, wenn ein Hermaphrodit und eine Edelnutte zur Liebesnacht laden?
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Welchen Verlust hat Manon Lescaut zu beklagen, wenn sie über ihre Spitzenhöschen flucht?
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Orgien, Orgien, Orgien
Katharina Herb führt Sie auf ein Neues klassisch zum Höhepunkt. Mühelos schält sie Orgien aus Arien und bringt dabei gleichermaßen Opern-Anfänger wie Genre-Kenner zum sanften Sabbern. Staunend freuen sich der Zuhörer über schlanke Spitzentöne und der eher optische Genießer über schlanke Hüften. Die Herb beantwortet, was Sie schon immer über Oper wissen wollten und sich nie zu fragen wagten.
Als ausgebildete Mezzosopranistin hat Katharina Herb das sängerische Können, während das freche Selbstbewusstsein wohl daher kommt, dass für ihre musikalische Ausbildung damals sogar eigens eine Musikschule gegründet wurde!